Was ist Prävention?

Das Thema Prävention gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist zum Schlagwort des 21. Jahrhunderts geworden. Entscheidend für Lebensqualität bis ins hohe Lebensalter ist körperliche und geistige Fitness, die sich durch gezielte Prävention erreichen und erhalten lässt.

Prävention bedeutet: Vorbeugen statt Reparieren. Mit Hilfe von gezielten Präventionsmaßnamen kann jeder Mensch die Voraussetzungen schaffen, um gesund und leistungsfähig älter zu werden.

Die meisten Krankheiten, die zu verminderter Lebensqualität bis hin zu Pflegebedürftigkeit führen, gehören zu den so genannten Wohlstandskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und deren Folgeerkrankungen (wie beispielsweise Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, Osteoporose oder Demenz). Abgesehen von erblich bedingten Voraussetzungen sind hierfür Faktoren der Lebensführung und des Lebensstils verantwortlich. Folglich sind Ernährung und Bewegung sowie Vitaminversorgung, Hormonbalance und Wellness für Körper und Seele Hauptsäulen der Präventivmedizin. Sie bietet ganz individuell zugeschnittene Konzepte, die auf wissenschaftlicher Basis eine gezielte Vorbeugung oder Früherkennung von Krankheiten leisten kann.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“: Präventionsmaßnahmen sollte so früh wie möglich angesetzt werden, um sowohl pädagogisch als auch informativ einen positiven Einfluss auf Einstellungen zum individuellen Lebensstil zu erreichen.

Prävention als Bestandteil der Gesundheitsförderung

Folgende Präventionsmaßnahmen sind gemäß WHO zu unterscheiden: Definition Prävention

Primärprävention setzt möglichst früh an und soll der Entstehung von Risikoverhalten bzw. Symptomen zuvor kommen.

Sekundärprävention zielt auf eine möglichst frühe Erfassung von beobachteten Risiken bzw. Symptomen.

Tertiärprävention bezieht sich auf die Linderung und Rehabilitation nach erfolgter Krankheit.

(WHO Ottawa Charta 1986, Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit 1999)

Daraus folgt verallgemeinernd: Es geht bei Prävention um die Verhinderung von Unerwünschtem durch die Förderung von Ressourcen. Die Formel lautet: Prävention ist Bestandteil der Gesundheitsförderung (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2000).